Zehn Millionen Kinder

Erinnerungen, die auftauchen: 10 Mio Kinder

 … und mir ja nichts mehr passieren konnte: 
Die Ängste der Kolleg*innen und die Praxis der Personalabteilung sahen wohl anders aus, und die Art, alles in öffentliches Stillschweigen zu hüllen, dürfte den Missbrauchs-Übergriffen gegen Kinder und Jugendliche und dem Umgang mit den von Priestern schwangeren Frauen entsprechen: Schweigegeld.
Katholische Kirche und Homosexualität:Tragische Scheinheiligkeit – Eine Leserbriefseite der SZ
sueddeutsche.de/muenchen/katholische-kirche-und-homosexualitaet-tragische-scheinheiligkeit-1.5182883

Die Scheinheiligkeit der Kirchen im 3. Reich

Die bischöfliche Obrigkeit spielte lang im Antikommunismus in der Obrigkeits-Gläubigkeit mit, der Kardinal Faulhaber ließ zu „Führers Geburtstag die Glocken läuten, stand aber nicht dem Rabbiner in den Angriffen bei: 

Andere sahen mehr:

Erika Mann: 10 Millionen Kinder

Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich ist ein Buch von Erika Mann, wenig bekannt hierzulande, das zuerst in Englisch und in den USA erschienen war, und 1937 die systematische Zerstörung des Familienlebens durch Hitlerjugend, Bund Deutscher Mädel, Frauenorganisationen, Arbeitsfront, und Schulen, in denen ständig Rassismus gepredigt wurde … beschreibt.

Kardinal Faulhaber hatte zu Hitlers Geburtstag die Glocken läuten lassen … und spielte lange für die Rolle der bayrischen Katholiken mit, bis das Konkordat, das bis heute Geld in die Kassen spült, 1936 als Schweigegeld zur Euthanasie, Juden- und Roma-Ausrottung.

Den §175 hätte er wohl auch eher verschärft, statt sich nach 1945 für seine Abschaffung einzusetzen … wohl wissend durch all die Akten der „sündigen Priester“, die er als erstes nach der Revolution 1918 verbrannte, was seine Beichtväter von den Hirtenhunden wussten, oder sollte ich Böcken schreiben?

Er setzte sich allerdings wenig vehement für seine „Mitbrüder“ im „Priestertrakt“ im KL Dachau ein …

https://www.faulhaber-edition.de/index.html

Faulhaber 21.2.19: Ängstlicher Ohrenzeuge des Mordes an Kurt Eisner

Erika Mann: Beteiligt euch, es geht um eure Erde!

Erika Manns Buch: School for Barbarians

in England und den USA erschienen, in deutsch:

Zehn Millionen Kinder- Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich

gibt einen Einblick in das Leben der deutschen Familien und das Schulsystem der Nazis, den Zwiespalt zwischen Behauptungen und Realität als Verunsicherung hinterlassend. rororo22169

Zwischen ihrer Flucht 1933 in die Schweiz und 1937 stellt sie die Quellen der behaupteten „Reformen“ den Wirklichkeiten des alltäglichen Lebens gegenüber, bringt Berichte „aus dem Reich“ und internationale Berichte, die damit dem Ausland zur Verfügung waren.

rowohlt.de/buch/erika-mann-zehn-millionen-kinder-9783499221699

„Zehn Millionen Kinder“. Darin geht es um die Erziehung der deutschen Jugend im Dritten Reich, fünf Jahre recherchiert von 1933 bis 1937/38. Besondere Beachtung verdient das Buch heute, weil die deutschen Nachgeborenen endlich über die Vergangenheit ihrer Eltern schreiben. Und dafür ist es sinnvoll, bei Erika Mann nachzulesen.

„Von der Verbiegung der Kinder unter Hitler

Sie berichtet über den systematisch verderblichen Alltag in Hitler-Deutschland. „Die Kinder“, schreibt sie, „sagen „Heil Hitler“ 50 bis 150-mal am Tag.“ Man lebte in einer „Stimmung von Kriegsnähe, ja Kriegsgegenwart“, und zwar bereits drei, vier Jahre vor dem Überfall auf Polen 1939, wovon die Autorin im Jahr ihrer Buchveröffentlichung nichts wissen konnte. Das Schulfach Physik etwa hieß „Wehrphysik“, überhaupt wurde die Wissensvermittlung minimiert zugunsten von Leibes- und Schießübungen. Regelmäßige Gewaltmärsche bis zu dreißig Kilometern mit schwerem Gepäck führten bei der Hitlerjugend vermehrt zu Plattfüßen. Fanatismus, Härte, Brutalität, Hass – das war positiv besetzt als Ausdruck einer heroischen Staatsjugend, die sich wehren musste gegen „den Feind“.

Klug und mit Feingefühl für die Kinderseele analysiert sie 1938: „Es ist außer Frage, die Folgen, die Lebensfolgen, die aus solcher Behandlung für die jüdischen Kinder erwachsen, sind fürchterlich. Fürchterlicher aber sind die Folgen der Nazi-Erziehung für die „deutschen“, die „arischen“ Kinder, denn diese werden verdorben … Ihnen ist jedes Gefühl für Recht und Menschlichkeit genommen; ihnen fehlt bis auf weiteres der Sinn, nach dem wir alle leben, der unser Gleichgewicht bestimmt und kraft dessen wir aufrecht gehen durch diese Welt, – der Sinn für die Wahrheit.“

Wir begegnen der Generation, die später als Erwachsene, inzwischen selbst Eltern, das Zusammenleben in der eigenen Familie sowie in der Gesellschaft der Bundesrepublik und in der DDR gestaltete. Die Gewalt des damaligen Systems, Treue gegenüber dem Kommandierenden und Schikanierenden, schon im „Jungvolk“, in der HJ und im BdM, alles andere nannte sich Verrat, und ein, zwei Jahre weiter „durfte man selbst die Kleinen quälen und war Fähnleinführer, Stammführer, Obergebietsjungvolkführer, Gefolgschaftsführer und Führer des Stabes, oder war Gauverbandsjungmädelführerin, Mädelscharführerin oder Mädelschaftführerin, um nur ein paar von den Titeln zu nennen, wie sie die kindlichen deutschen Militärs beiderlei Geschlechts auszuzeichnen bestimmt sind“. Von Viola Roggenkamp – weiterlesen:

https://www.welt.de/print-welt/article296467/Die-Tochter-des-Zauberers-erzaehlt.html

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